KARGER FILM KULTUR UND VIDEO

 



DIE TREIBENDE KRAFT
oder: Leben und Arbeiten für die Kunst - Die Malerin Angelika Nain
 

 

Zwei Jahre lang hat der Dokumentarfilmer Klaus Peter Karger die
Malerin Angelika Nain immer wieder in ihrem Atelier in Offenburg
besucht, bei der Arbeit an ihren Werken gefilmt und auf
Vernissagen begleitet.

Die Kunst ist für die Spätberufene der wichtigste Bereich in ihrem
Leben. Nach Volkshochschul-Kursen und Fernunterricht folgte von
1992 bis 1995 ein Studium an der Freien Hochschule für Grafik
Design und Bildende Kunst in Freiburg. Danach beschloß Angelika
Nain, von der Kunst leben zu wollen. Sie hat eine Reihe von Einzel-
und Gruppenausstellungen gemacht, aber der Verkauf der Werke
reicht nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Also muß
sie hinzu verdienen, als Krankenpflegerin, als Dozentin an der
Kunstschule. Alles Arbeitszeit, die abgeht von der Zeit im Atelier.
“Jedes verkaufte Bild ist wie ein Stipendium”, sagt sie, “es bedeutet,
daß ich weiter experimentieren kann”

Noch immer geht jede Ausstellung ihrer Werke für viele Bildende
Künstler auf eigenes finanzielles Risiko. Ob ein Bild verkauft wird, ist
Glückssache. Die seit vielen Jahren erhobene Forderung nach einer
im Urheberrechtsgesetz festgeschriebenen Ausstellungsvergütung,
vorgetragen vom Bund Bildender Künstler und der Gewerkschaft
verdi, war bisher politisch nicht durchsetzbar. ”Wenn ein Musiker
auftritt, kriegt er auf jeden Fall seine Gage, die vorher festgelegt ist”,
sagt Angelika Nain an einer Stelle des Films, “aber bei uns ist es eine
Glückssache, ob wir in einer Ausstellung ein Bild verkaufen oder nicht.
Und dann müssen wir im Regelfall noch 30 bis 50 Prozent an den Ausstellungsmacher abgeben. Das ist nicht in Ordnung.”

Der Film “Die treibende Kraft” schildert diesen Spagat zwischen
künstlerischer Arbeit und Geldverdienen. Er läßt den Zuschauer aber
gleichermaßen teilnehmen am Entstehungsprozeß der Bilder von
Angelika Nain. Während sie mit dem Spachtel Tonschlicker auf ihre
“Erdbilder” aufträgt, oder Schicht um Schicht ein großformatiges
Acrylbild anlegt, spricht sie über ihre Erfahrungen mit Tonschlicker
unterschiedlicher Körnung, philosophiert über die Bedeutung der
Horizontlinie in ihren Bildern, und wann ein Werk fertig ist. Der Zuschauer kann teilhaben am Prozeß der Bildentstehung  - Einblicke,
die einem Außenstehenden üblicherweise verwehrt bleiben
.
 

Angelika Nain bei der Arbeit im Atelier
 

-> Hier finden Sie einen Aufsatz der Kunsthistorikerin Dr. Monika Joggerst
    über Angelika Nain

-> Hier finden Sie Informationen zur Komposition der Filmmusik

-> Hier können Sie eine DVD des Films bestellen

-> Hier finden Sie die aktuellen Kinotermine

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> Hier finden Sie Kritiken, Kommentare zum Film

-> Hier geht’s zum Webseite von Angelika Nain
 

Dokumentarfilm von Klaus Peter Karger
50 Minuten
Deutschland 2005

Musik: Frank Meyer
Buch, Kamera, Ton, Schnitt: Klaus Peter Karger

Bildformat: PAL Video, 4:3

Ton: Stereo 2.0
Video, 50 Minuten

Uraufführung: 15. Juni 2005, City-Kino, Trossingen

Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter:
Karger Film Kultur und Video, Anfragen bitte über Impressum / Kontakt
 

 “Seestücke” (Ausschnitt) - Erde, Sand, Pigment, Acryl auf Karton

Arbeiten für die Kunst: Angelika Nain bei der Pflege eines schwerkranken Patienten

Aus der Serie “Welten” - Erde, Sand, Pigment, Acryl auf Karton

Karger Film Kultur und Video ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm AG DOK