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Dokumentarfilm


DIE TREIBENDE KRAFT
oder: Leben und Arbeiten für die Kunst - Die Malerin Angelika Nain

 

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Dokumentarfilm von Klaus Peter Karger
50 Minuten
Deutschland 2005

Musik: Frank Meyer
Buch, Kamera, Ton, Schnitt: Klaus Peter Karger

Bildformat: PAL Video, 4:3

Ton: Stereo 2.0
Video, 50 Minuten

Uraufführung: 15. Juni 2005, City-Kino, Trossingen

Zwei Jahre lang hat der Dokumentarfilmer Klaus Peter Karger die Malerin Angelika Nain immer wieder in ihrem Atelier in Offenburg besucht, bei der Arbeit an ihren Werken gefilmt und auf Vernissagen begleitet.

Die Kunst ist für die Spätberufene der wichtigste Bereich in ihrem Leben. Nach Volkshochschul-Kursen und Fernunterricht folgte von 1992 bis 1995 ein Studium an der Freien Hochschule für Grafik-Design und Bildende Kunst in Freiburg. Danach beschloß Angelika Nain, von der Kunst leben zu wollen. Sie hat eine Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen gemacht, aber der Verkauf der Werke reicht nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Also muß sie hinzu verdienen, als Krankenpflegerin, als Dozentin an der Kunstschule. Alles Arbeitszeit, die abgeht von der Zeit im Atelier. “Jedes verkaufte Bild ist wie ein Stipendium”, sagt sie, “es bedeutet, daß ich weiter experimentieren kann”

Noch immer geht jede Ausstellung ihrer Werke für viele Bildende Künstler auf eigenes finanzielles Risiko. Ob ein Bild verkauft wird, ist Glückssache. Die seit vielen Jahren erhobene Forderung nach einer im Urheberrechtsgesetz festgeschriebenen Ausstellungsvergütung, vorgetragen vom Bund Bildender Künstler und der Gewerkschaft ver.di, war bisher politisch nicht durchsetzbar. ”Wenn ein Musiker auftritt, kriegt er auf jeden Fall seine Gage, die vorher festgelegt ist”, sagt Angelika Nain an einer Stelle des Films, “aber bei uns ist es eine Glückssache, ob wir in einer Ausstellung ein Bild verkaufen oder nicht. Und dann müssen wir im Regelfall noch 30 bis 50 Prozent an den Ausstellungsmacher abgeben. Das ist nicht in Ordnung.”

Der Film “Die treibende Kraft” schildert diesen Spagat zwischen künstlerischer Arbeit und Geldverdienen. Er läßt den Zuschauer aber gleichermaßen teilnehmen am Entstehungsprozeß der Bilder von Angelika Nain. Während sie mit dem Spachtel Tonschlicker auf ihre “Erdbilder” aufträgt, oder Schicht um Schicht ein großformatiges Acrylbild anlegt, spricht sie über ihre Erfahrungen mit Tonschlicker unterschiedlicher Körnung, philosophiert über die Bedeutung der Horizontlinie in ihren Bildern, und wann ein Werk fertig ist. Wir dürfen auf diese Weise teilhaben am Prozeß der Bildentstehung - Einblicke, die einem Außenstehenden üblicherweise verwehrt bleiben.

Angelika Nain bei der Arbeit im Atelier Mersystraße in Offenburg

 “Seestücke” (Ausschnitt) - Erde, Sand, Pigment, Acryl auf Karton

Arbeiten für die Kunst: Angelika Nain bei der Pflege eines schwerkranken Patienten

Weitere Informationen zum Werk der Malerin finden Sie auf der Seite “Über Angelika Nain”, einen Aufsatz zur Filmmusik auf der Seite “Die Filmmusik”, zu den Dreharbeiten auf “Die Arbeit am Film”.

Der Film kann für öffentliche Aufführungen entliehen werden. Die Adresse finden Sie unter “Impressum / Kontakt”

Wenn Sie eine DVD des Films für private Zwecke kaufen wollen, klicken Sie bitte auf “DVD kaufen”.

Aus der Serie “Welten” - Erde, Sand, Pigment, Acryl auf Karton

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